"Frühes
Christentum im
archäologischen
Kontext"

Vom 4. bis 5. November findet im Grabungshaus in Aguntum eine Tagung/Workshop zum Thema “Christentum im archäologischen Kontext” statt.
Es erwarten Sie verschiedene Fachvorträge in Deutsch und Englisch, sowie Besuche im Grabungsgelände von Aguntum und Lavant.
Das Programm finden Sie hier.

Aguntum wird Romanschauplatz und Theaterbühne

Das Mädchen von Aguntum

Im Jahre 1933 wurde bei Grabungsarbeiten in Aguntum die Reliefdarstellung einer Frau mit Spiegel und Krug – das Mädchen von Agunt – entdeckt. Aus einem grobkörnigen Marmorblock regionaler Provenienz herausgemeißelt, wurde das Artefakt vor der Westmauer eines nicht vollständig freigelegten Bauwerks unweit der frühchristlichen Grabkapelle aus circa 60 cm Tiefe geborgen. Archäologen datieren den Fund auf das 2./3. Jahrhundert. Dem Grabungsbericht zufolge lag die Reliefplatte direkt neben einem Marmorblock mit der nicht veredelten, trapezförmigen Rückseite nach oben. Diese hatte wohl als Trittstein einer Türschwelle sekundäre Verwendung erfahren.

Von Archäologen wird das Mädchen von Agunt, es zeigt ein Mädchen in norischer Tracht mit einem Handspiegel und einem Krug in den Händen, primär als Toilettdienerin beschrieben. Lange Zeit gehörte das Relief zum Bestand der archäologischen Sammlung auf Schloss Bruck (Lienz), die 2011 zugunsten der strategischen Neuausrichtung für das Museum Aguntum aufgelöst worden ist. Im selben Jahr, am 3. August 2011, kam das Mädchen von Agunt schließlich nach Aguntum zurück. Und im Jahre 2020 wurde das Relief mit dem Mädchen von Agunt zum Tiroler Objekt des Monats März gekürt.

Dass diese junge Frau auf einem Grabdenkmal verewigt wurde, muss tiefere Gründe haben!
Welche, versucht das Trio Iny Klocke, Elmar Wohlrath und Alfred Meschnigg herauszufinden, wenn sie in den kommenden Jahren dem Mädchen von Agunt einen historischen Roman und ein Theaterstück widmen. Der Kärntner Theaterregisseur Alfred Meschnigg konnte das Bestsellerautorenpaar Iny Klocke und Elmar Wohlrath (bekannt unter dem Pseudonym INY LORENTZ) dafür gewinnen einen Roman über das sogenannte „Mädchen von Aguntum“ zu schreiben. Im Juli 2020 besuchten Iny Lorentz, gemeinsam mit Meschnigg, die Römerstadt Aguntum und widmeten ihre Aufmerksamkeit der marmornen Reliefplatte mit dem Abbild des Mädchens von Aguntum, sowie der Historie rund um die ehemals römische Stadt Aguntum.

Für das Projekt „Mädchen von Agunt“ ist geplant, das Manuskript bereits bis Juli 2021 fertigzustellen, damit Alfred Meschnigg daraus eine Bühnenfassung erarbeiten und alle, für eine Theateraufführung notwendigen Arbeiten bis zum Sommer 2022 abschließen kann.
Dem „Mädchen von Aguntum“, welches vermutlich im 2./3. Jahrhundert lebte und als Teil eines Grabbaus auf einer marmornen Reliefplatte verewigt wurde, wird von den Autoren Iny Klocke und Elmar Wolrath viele hundert Jahre später ein Roman gewidmet, den Alfred Meschnigg in einer Theaterfassung im Jahr 2022 an jenem Ort zur Uraufführung bringt, an dem das wunderschöne Relief gefunden wurde.

Wir werden laufend über die Entwicklung dieses Projektes berichten!